Am Dammtorbahnhof läuft´s wieder - Erneuerung der Entwässerungsrinnen mit Flüssigkunststoff

Der Bahnhof Dammtor ist nach der Anzahl der Reisenden der drittgrößte der fünf Hamburger Bahnhöfe. Bereits 1866 wurde hier der erste Bahnhof Dammtor an der Neubaustrecke der Hamburg-Altonaer Verbindungsbahn eingerichtet, der jedoch bald zu klein wurde. Aber auch wegen der geänderten Trassenführung – die Strecke wurde auf einen aufgeschütteten Damm verlegt – wurde ein Neubau erforderlich.

Der neue Bahnhof entstand weiter westlich. Der jetzige Bahnhof stammt aus dem Jahr 1903 und eine Zeit lang existierten beide Bahnhöfe parallel – wie noch auf alten Stadtplänen aus der Zeit um 1900 zu sehen ist. Zur Einweihung am 7. Juni 1903 war selbst Kaiser Wilhelm II. anwesend, daher auch der Beiname Kaiserbahnhof.
Heute lautet der Beiname fast banal Messe- und Kongressbahnhof. Das Bahnhofsgebäude ist eine Kombination aus dem Empfangsgebäude und einer Bahnhofshalle, die die Gleisanlagen auf einer Länge von 112 m überdacht. Der Entwurf des im Jungendstill errichteten Gebäudes stammt von dem Hamburger Architekten Ernst Möller. In den Jahren 1999 bis 2002 wurde der Bahnhof umfangreich renoviert und umgebaut und der Bahnsteig für die Fernzüge erhielt eine 200 m lange Überdachung außerhalb der alten Halle.
Bereits 1988 wurde das Tonnendach der Bahnhofshalle mit der Sanierungsbahn VIA LAMBERPOL erneuert. Die Bitumen-Dachdichtungsbahn besteht aus dem Material APP und zeigt sich auch nach fast 30 Jahren Nutzung in einem einwandfreien Zustand.  

Aber in den Entwässerungsrinnen am Fußpunkt des Tonnendaches auf der ganzen Länge der Halle nagte der Zahn der Zeit. Es sammelten sich Ablagerungen aus Staub, Dreck und Taubenkot, die die Abdichtung oberflächig angegriffen und dadurch zerstört haben, sodass eine neue Abdichtung dieser sensiblen Bereiche notwendig wurde. Außerdem mussten jetzt Absturzsicherungen und Halter für Leitern eingebaut und eingedichtet werden. Das ausführende Dachdeckerunternehmen, die Firma Dachwerk Rust aus Glinde, entschied sich für den Flüssigkunststoff WIDOCRYL-Detail als Abdichtungsmaterial.

WIDOCRYL-Detail ist ein Flüssigkunststoffmaterial auf der Basis von PMMA-Harz des Herstellers Widopan Produkte GmbH. WIDOCRYL-Detail wird der erst vor Ort mit der Härterkomponente gemischt und dann zusammen mit dem Vlies zu einer Abdichtung hergestellt. Die Zugabe des Härters erfolgt in Abhängigkeit von der Temperatur und so kann das Material individuell auf die vorherrschenden Witterungsbedingungen eingestellt werden. Dort wo Einbauteile in der der Fläche eingedichtet wurden, wurde die hellgraue Flüssigkunststoff-Abdichtung mit schwarzem Topsiegel gestrichen, um sie der umgebenden Dachbahn farblich anzugleichen.

Eine Verträglichkeit mit dem Untergrundmaterial APP wurde zuvor geprüft und so konnte die Materialkombination mit sicherem Ergebnis vorgenommen werden. Die Erneuerung der Abdichtung im Bereich der Entwässerungsrinnen und der Durchdringungen sichern die Funktion des Daches auf Jahre.

Wieder einmal ist Flüssigkunststoff der Problemlöser am Dach – ob Sanierung, Instandhaltung oder Neubau.

WIDOCRYL-Detail – der Alleskönner unter den Flüssigkunststoffen! Immer eine gute Wahl!

<< zur Newsübersicht